
Zurück zu mir - Mein Erlebnistagebuch mit Impulsen
aus einem Acht-Wochen-Programm
1. Tagesimpulse zu den Energiezentren, persönliche Erfahrungen und kleine Anregungen für deinen Alltag.
Kennst du das? Du weißt eigentlich, was dir guttun würde. Trotzdem sagst du wieder Ja, obwohl du eine Pause brauchst. Du kümmerst dich um andere und merkst erst später, dass deine eigenen Wünsche dabei untergehen. Oder du möchtest etwas verändern, kommst aber nicht ins Handeln.
In diesem Erlebnistagebuch nehme ich dich mit in ein Acht-Wochen-Programm von Sabine und Selcan von Spirit Heilung. Die Anregungen daraus verbinde ich mit meinen Erfahrungen aus der Praxis, meinen Retreat-Besuchen bei Dr. Joe Dispenza 2023 und 2026 und mit Coherence Healing.
Dabei geht es um Fragen, die uns auch im Alltag begegnen: Was gibt mir Halt? Was hält mich zurück? Was brauche ich wirklich? Und wie kann ich mit anderen verbunden bleiben, ohne mich selbst zu vergessen?
Du findest hier Gedanken zum Nachspüren und kleine Übungen, die du für dich ausprobieren kannst. Nimm dir jeweils nur einen Impuls vor. Du musst nichts abarbeiten und keine schnelle Antwort finden. Wenn du an einem Punkt nicht weiterkommst, kannst du dich gern an mich wenden.
Dein Impuls
Spüre den Boden unter deinen Füßen
Nimm dir etwas Zeit für einen Spaziergang. Gehe langsam und achte darauf, wie deine Füße den Boden berühren. Wenn es angenehm und sicher für dich ist, kannst du auch einen Moment barfuß stehen.
Bleibe anschließend stehen oder setze dich an einen ruhigen Ort. Bewege dein Becken vorsichtig, etwa durch leichtes Schaukeln oder kleine Kreisbewegungen. Wähle nur Bewegungen, die dir guttun.
Atme ruhig und sage dir innerlich:
„Ich bin hier. Ich darf meinen Platz einnehmen. Ich bin verbunden und bleibe bei mir.“
Wenn du magst, stelle dir vor, wie aus deinen Füßen Wurzeln in die Erde wachsen. Ein kleiner Stein oder ein Blatt kann dich später an diesen Moment erinnern.
2. Wenn du etwas verändern möchtest und Widerstand spürst
Du möchtest loslassen oder einen neuen Schritt gehen. Doch etwas in dir hält fest.
Es kann helfen, diesen Widerstand zunächst neugierig zu betrachten. Vielleicht hängt daran etwas Vertrautes. Vielleicht befürchtest du, durch eine Veränderung Sicherheit, Nähe oder Orientierung zu verlieren.
Auch Wut darf dabei ihren Platz haben. Gerade wenn es um Annahme oder Vergebung geht, kann die Frage auftauchen: „Und was ist mit meinem Schmerz?“ Du musst etwas, das dich verletzt hat, nicht gutheißen, um heute einen anderen Umgang damit zu suchen.
Dein Impuls
Höre deinem Widerstand zu
Wähle eine Veränderung, bei der du gerade zögerst. Frage dich:
- Was möchte ich noch nicht loslassen?
- Was befürchte ich, wenn sich etwas verändert?
- Was gibt mir das Vertraute?
- Was würde mir helfen, einen kleinen Schritt zu wagen?
Wenn dir der Gedanke an „innere Anteile“ vertraut ist, kannst du dir vorstellen, dass unterschiedliche Seiten in dir verschiedene Bedürfnisse haben. Eine möchte vorangehen, eine andere möchte dich schützen.
Du musst diesen Konflikt heute nicht lösen. Vielleicht genügt es, beide Seiten wahrzunehmen und dich anschließend wieder deiner Umgebung zuzuwenden. Schau dich um, spüre deine Füße und erinnere dich daran, wo du gerade bist.
3. Wenn alte Verletzungen deinen Alltag mitbestimmen
Manche Erfahrungen begleiten uns länger, als wir möchten. Sie können beeinflussen, was wir erwarten, wie wir eine Begegnung deuten oder ob wir einen Wunsch aussprechen.
Vielleicht kennst du eine Situation, in der du dich schnell zurückziehst, dich rechtfertigst oder etwas verschweigst. Es lohnt sich, einen solchen Moment genauer anzuschauen, ohne dich dafür zu verurteilen.
Du musst dafür keine verborgene Erinnerung finden und nichts erzählen, was du für dich behalten möchtest.
Dein Impuls
Betrachte eine einzige Alltagssituation
Schreibe auf, was tatsächlich geschehen ist. Was hat die andere Person gesagt oder getan? Was hast du dabei empfunden? Welche Gedanken kamen hinzu?
Unterscheide dann zwischen dem, was du beobachten konntest, und deiner Deutung. „Sie hat noch nicht geantwortet“ ist eine Beobachtung. „Ich bin ihr nicht wichtig“ ist eine mögliche Deutung.
Frage dich anschließend: Was habe ich getan oder unterlassen? Und welche kleine andere Handlung wäre möglich gewesen?
Vielleicht möchtest du beim nächsten Mal nachfragen, statt dich zurückzuziehen. Oder einen Wunsch aussprechen, statt darauf zu warten, dass jemand ihn erkennt.
Vervollständige diesen Satz: „Wenn ich bemerke, dass eine alte Verletzung meinen Blick färbt, halte ich kurz inne und …“
Wähle einen Schritt, den du dir wirklich zutraust.
4. Welche Rolle gibt dir Halt und welche wird zu eng?
In der Familie, im Beruf oder unter Freunden nehmen wir unterschiedliche Rollen ein. Vielleicht bist du die Starke, die Hilfsbereite oder diejenige, die alles zusammenhält.
Solche Rollen können Orientierung und Zugehörigkeit geben. Doch manchmal entsteht daraus eine Erwartung: Ich darf keine Schwäche zeigen. Ich muss immer helfen. Ich darf niemanden enttäuschen.
Dann lohnt sich die Frage, ob du in dieser Rolle noch genug Raum für dich hast. Du darfst dazugehören, auch wenn du eine andere Meinung hast, Hilfe brauchst oder einmal Nein sagst.
Dein Impuls
Trage eine Rolle etwas lockerer
Wähle eine Rolle, die dich oft begleitet. Schreibe dazu auf:
- Was hat mir diese Rolle bisher gegeben?
- Was wird darin von mir erwartet?
- Welche Seite von mir kommt zu kurz?
- Was möchte ich mir heute erlauben?
Vielleicht darf die Starke um Unterstützung bitten. Vielleicht darf die Hilfsbereite eine Aufgabe ablehnen.
Dein Satz für heute könnte lauten:
„Diese Rolle gehört zu meinem Leben. Und ich bin mehr als sie. Heute erlaube ich mir, …“
Beobachte auch, wie du dich in verschiedenen Begegnungen fühlst. Wann wirst du angespannt? Wann kannst du frei sprechen? Diese Beobachtungen können dir helfen, deine Grenzen und Wünsche besser wahrzunehmen.
5. Was möchte ich eigentlich?
Wenn Erschöpfung oder Einschränkungen den Alltag lange bestimmen, können die eigenen Wünsche in den Hintergrund rücken. Vieles dreht sich dann darum, was noch möglich ist und was gerade nicht geht.
Die Frage „Was möchte ich?“ kann sich deshalb ungewohnt anfühlen. Vielleicht kommt zunächst keine Antwort. Vielleicht entsteht Unsicherheit, weil ein Wunsch auch Veränderungen mit sich bringen könnte.
Du brauchst daraus keine neue Aufgabe zu machen. Deine tatsächlichen Grenzen dürfen bestehen bleiben.
Dein Impuls
Gib einem kleinen Wunsch Raum
Frage dich: „Was würde ich heute gern wählen, soweit meine Kraft und meine Möglichkeiten es zulassen?“
Vielleicht möchtest du jemanden anrufen, kurz draußen sitzen oder dir mehr Ruhe gönnen. Vielleicht möchtest du eine Entscheidung vertagen.
Schreibe den Wunsch auf, ohne ihn sofort zu bewerten. Du musst ihn heute nicht umsetzen. Zunächst geht es darum, wieder wahrzunehmen, was du selbst möchtest.
6. Dankbarkeit darf auch dir selbst gelten
Bei Dankbarkeit denken wir oft zuerst an andere Menschen oder an etwas, das uns geschenkt wurde. In den Impulsen des Programms richtet sich dieser Blick auch nach innen: auf das, was wir mitbringen, aushalten und versuchen.
Du darfst dir danken, dass du dir Zeit nimmst. Dass du ehrlich hinschaust. Oder dass du trotz Unsicherheit einen Schritt gegangen bist.
Auf meinen Reisen habe ich ein Friedensmantra kennengelernt: „Om Shanti, Lokah Samastah Sukhino Bhavantu“. Es verbindet den Wunsch nach Frieden mit dem Wunsch, dass alle Wesen glücklich und frei sein mögen.
Ich habe es mit Flöte, Gitarre, Trommel oder einfach mit meiner Stimme gesungen. Beim Wiederholen habe ich erlebt, wie sich der Klang verändert und für mich runder anfühlt.
Dein Impuls
Finde ein Danke an dich
Ergänze heute den Satz: „Ich danke mir dafür, dass ich …“
Vielleicht fällt dir etwas Kleines ein, das du sonst übersiehst. Wenn du gern singst, kannst du auch einen vertrauten Klang oder ein Lied wiederholen und wahrnehmen, wie es sich für dich anfühlt.
7. Du darfst gesehen werden, ohne etwas leisten zu müssen
Vielleicht fällt es dir leicht, für andere da zu sein. Doch sobald du selbst Aufmerksamkeit, Nähe oder Unterstützung brauchst, wirst du zurückhaltend.
Manchmal stehen dahinter Gedanken wie: „Ich darf niemandem zur Last fallen.“ Oder: „Den anderen geht es schlechter, also stelle ich mich lieber zurück.“
Deine Bedürfnisse dürfen trotzdem Raum bekommen. Du musst weder besonders viel leisten noch erst an deine Grenze kommen, bevor du um Zuwendung bitten darfst.
Dein Impuls
Vergiss dich selbst nicht
Lege, wenn es angenehm für dich ist, eine Hand auf dein Herz und eine auf deinen Unterbauch. Atme einige Male ruhig und sage dir: „Ich sehe mich. Ich darf etwas brauchen. Ich muss nichts leisten, um wichtig zu sein.“
Beobachte im Laufe des Tages: Wann übergehst du einen eigenen Wunsch, weil jemand anderes etwas braucht? Könntest du beides aussprechen?
Zum Beispiel: „Ich höre dir gern zu. Ich brauche vorher aber einen Moment Ruhe.“
Du darfst mit einem Menschen verbunden sein und zugleich auf dich achten.
8. Freude muss keinen Zweck erfüllen
Wann hast du zuletzt etwas getan, einfach weil es dir Freude macht?
Vielleicht prüfst du selbst schöne Momente sofort darauf, ob sie sinnvoll sind. Sollte ich die Zeit lieber nutzen? Habe ich vorher genug geschafft? Darf ich mir das gönnen?
Wenn du dich oft über Aufgaben und Verantwortung definierst, kann ein zweckfreier Moment ungewohnt sein. Du darfst ihn trotzdem genießen.
Dein Impuls
Tu etwas nur für dich
Höre ein Lied, das dich berührt. Spüre die Sonne oder den Wind auf deiner Haut. Trinke etwas bewusst. Schau etwas an, das dir gefällt. Wähle einen kleinen Moment, den du niemandem erklären musst.
Falls sofort der Gedanke kommt, du solltest etwas Nützlicheres tun, bemerke ihn und kehre zu dem zurück, was du gerade genießt.
„Ich muss mir meine Freude nicht verdienen.“ Vielleicht möchtest du diesen Satz heute mitnehmen.
9. Wenn aus Erwartungen ständig ein „Ich muss“ wird
„Ich muss das noch erledigen.“
„Ich muss das sofort können.“
„Ich muss es richtig machen.“
Welche dieser Sätze kennst du?
Planen, vorausdenken und Verantwortung übernehmen können im Alltag hilfreich sein. Doch wenn dabei ständig Druck entsteht, lohnt es sich, die eigene Erwartung genauer anzuschauen.
Was ist tatsächlich vereinbart? Was nimmt dein Gegenüber wirklich an? Und was verlangst du selbst von dir?
Dein Impuls
Prüfe einen Drucksatz
Schreibe einen Satz auf, der häufig in dir auftaucht. Frage dich:
- Wann kommt dieser Gedanke?
- Was spüre ich dabei?
- Was befürchte ich, wenn ich die Erwartung nicht erfülle?
- Welche kleinere, realistische Handlung ist heute möglich?
Aus „Ich muss das sofort perfekt können“ könnte werden: „Ich darf es lernen und beginne mit einem ersten Schritt.“
In der KAHI Community nach Tom Peter Rietdorf habe ich auch körperbezogene Anwendungen kennengelernt, die Wahrnehmung, Berührung und eine anschließende Handlung miteinander verbinden. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, zeige ich dir diese Anwendungen gern persönlich.
10. Innehalten, bevor du wieder automatisch Ja sagst
Jemand steht unter Druck und bittet dich um Hilfe. Du möchtest sofort einspringen, obwohl du selbst schon viel übernommen hast. Vielleicht bemerkst du das erst, wenn die Zusage längst ausgesprochen ist.
Ein Moment Pause kann dir Raum geben, deine Antwort bewusster zu wählen. Dabei können Unruhe oder ein schlechtes Gewissen auftauchen. Du darfst prüfen, was du gerade leisten kannst und möchtest.
Dein Impuls
Lass dir Zeit für deine Antwort
Bevor du zusagst, spüre kurz deine Füße am Boden und atme ruhig. Frage dich: „Möchte ich das übernehmen? Habe ich dafür Raum? Was brauche ich selbst?“
Eine Antwort darf auch lauten: „Ich schaue erst, ob ich das schaffe, und melde mich.“
Oder: „Das kann ich diesmal nicht übernehmen.“
Du musst den Druck eines anderen Menschen nicht zu deinem eigenen machen. Und du darfst mitfühlen, ohne jede Aufgabe an dich zu ziehen.
Ich bin für dich da
Wenn dir eine Übung zu viel wird, unterbrich sie und wende dich wieder deiner Umgebung zu. Du bestimmst, wie weit du gehen möchtest. Wenn du allein nicht weiterkommst, bin ich an deiner Seite
Vielleicht hat dich eine Frage besonders angesprochen. Vielleicht weißt du jetzt genauer, wo du immer wieder an denselben Punkt kommst.
Du kannst die Impulse in deinem Tempo aufgreifen und deine Gedanken dazu in einem eigenen Tagebuch festhalten. Manchmal reicht eine Frage, um etwas im Alltag anders zu sehen. Manchmal wünschst du dir jemanden, mit dem du genauer hinschauen kannst.
Wenn du Unterstützung möchtest, schreibe mir per E-Mail oder WhatsApp. Gemeinsam schauen wir, was dich gerade beschäftigt und welcher nächste Schritt für dich passt. Gern beziehe ich dabei meine Erfahrungen aus der Praxis, Jin Shin Jyutsu und die von mir erlernten Anwendungen ein.
Du brauchst dafür keine fertige Erklärung. Erzähle mir einfach, an welcher Stelle du gerade nicht weiterkommst und lass uns gemeinsam hinschauen.
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